Astrosystemische Aufstellungen

Astrosystemische Aufstellungen basieren auf den Systemischen Strukturaufstellungen (SySt®), wie sie von Insa Sparrer und Mathias Varga von Kibéd entwickelt wurden. Sie kennzeichnen sich im Wesentliche durch …

  • … ein lösungsfokussiertes Vorgehen: es wird größerer Wert auf das Entwickeln von Lösungen gelegt als auf das Aufdecken von Problemen.
  • … einen weitgehenden Verzicht auf Zuschreibung von Bedeutungen, insbesondere seitens des Aufstellungsleiters: dem Klienten wird die größte Deutungskompetenz für sein Problem und sich aus der Aufstellung ergebende mögliche Lösungen zugewiesen – die Prozesse der Aufstellung können ihm dabei helfen, diese Kompetenz wieder zu entdecken.
  • … ein Zulassen von Mehrdeutigkeit dessen, was sich während der Aufstellung zeigt: ob Symbole, Interventionen, Rituale, Personen – es wird keine mögliche Verwirklichungsebene von vornherein ausgeschlossen oder favorisiert (z.B. Familie) und dem Klienten die Auswahl überlassen.

… so genannte repräsentierende Wahrnehmung: dabei werden RepräsentantInnen von KlientInnen aufgestellt. Diese erfahren spontan Körper- und Fremdwahrnehmungen, die in Übereinstimmung mit den Strukturen und Tendenzen des dargestellten Systems stehen. Repräsentierende Wahrnehmung wird die Fähigkeit des Menschen genannt, in einem Aufstellungsbild die Qualität der Stellung und der Beziehung der dargestellten Systemelemente zueinander durch spontane Veränderung der Körperwahrnehmung abzubilden.

Der innere Blick von außen.

Aufstellungen geben uns die Möglichkeit, als problematisch erlebte Situationen und Themen wie von außen zu betrachten: durch die räumliche Anordnung von Personen bekommt das, was uns innerlich bewegt, Gestalt und wird greifbar. Schon dadurch kann sich unser Blick auf uns selbst und unser Leben verändern und erweitern. In einem behutsam geleiteten Prozess wird diese Anordnung verändert – bis ein neues Bild ensteht, dass deutlich den Charakter einer Lösung trägt. Während wir diese Veränderungen beobachten, entdecken und erleben wir neue Zusammenhänge.

Aufstellungen bringen uns wieder mit unserem Sinn für Möglichkeiten in Berührung. Indem wir die Prozesse in einer Aufstellung erfahren, verändert sich unsere innere Haltung und neue Wege können sich eröffnen. Verborgene Handlungsalternativen werden sichtbar und bislang nicht genutzte Ressourcen frei gelegt.

Mit diesem Wissen kehren wir zurück in die Alltagswelt, denn das Ende jeder Aufstellung ist ein Neubeginn.

Astrosystemische Aufstellungen zeigen die Form als Möglichkeit der Struktur.

Astrosystemische Aufstellungen unterscheiden sich von Horoskopaufstellungen dadurch, dass sie nicht die Struktur des Horoskops nachahmen, sondern sich nur einiger wesentlicher Elemente der Struktur des Horoskops bedienen. So werden in der Regel weder die Positionen der Planeten und anderer Horoskopfaktoren in Zeichen und Häusern noch ihre Aspekte zueinander abgebildet, sondern wir gehen davon aus und die Erfahrung bestätigt es, dass das aufgestellte System die relevanten Zusammenhänge von selbst zeigen wird.

In Konstellationsaufstellungen werden beispielsweise nur die Konstellationen eines Aspektes oder eines Häuserherrscherverhältnisses dargestellt, ganz frei der Darstellung der Positionen in der Radix. So spielt es keine Rolle, ob bei einem Mars-Saturn-Quadrat in der Radix diese dann auch in der Aufstellung im 90°-Winkel zueinander stehen. Wir gehen davon aus, dass das, was dieser Winkel an Qualität dieser Konstellation hinzufügt, in der Aufstellungsdynamik sichtbar wird und sich immer wieder anders darstellen kann, wie sich ja auch unser Erleben dieser Konstellation immer wieder anders zeigen kann.

Indem wir die Struktur des Horoskops beweglich machen, können wir Informationen über das freilegen, was an Möglichkeiten in den Konstellationen stecken. Wir werfen einen Blick auf das, was wir die Form der Konstellation nennen können, in Anlehnung an Wittgenstein: “Die Form ist die Möglichkeit der Struktur.”

Typische Astrosystemische Aufstellungsformate

Konstellationen-Aufstellung

Die Aufstellung von Konstellationen basiert auf der Lösungsorientierten Beratungspraxis. Hier geht es darum, als problematisch erlebte Themen im Horoskop über eine Konstellation zu verankern und dann diese Konstellation in einer Aufstellung anzusehen.

Ziel dieser Aufstellung ist es, durch die entsprechenden Interventionen und gezielte Umstellungen die Lösungsebene der Konstellation sichtbar zu machen, ganz nach dem Motto: Jede Konstellation trägt ihre Lösung in sich.

Zusätzlich zu dieser Konstellation können so genannte Kontextfaktoren gestellt werden, das heißt Repräsentanten für die Lebensbereiche, in denen sich das Anliegen gerade absoielt und die Konstellation sich manifestiert, zum Beispiel der Partner, die Eltern, der Beruf, ein Projekt usw.

Oftmals ist es nützlich, auch rätselhafte Elemente aufszustellen, Themen, die vielleicht gerade ausgeblendet werden oder um die es einfach auch noch geht und die mögliche Ressource darstellen, um ein Problem zu lösen.

Diese Art der Aufstellung ist auch hervorragend für die Einzelarbeit geeignet.

Planetenkreis-Aufstellung

Die Planeten werden je nach dem Anliegen des Klienten ausgewählt und als Ressourcen frei oder in einer bestimmten Anordnung gestellt. Dabei dient das Kybernetische Modell der Planetenkreise der Transpersonalen Astrologie (TPA) als Ideengenerator. Der Fokus des Klienten – der Repräsentant des Klienten in der Aufstellung – sucht die Begegnung mit diesen Kraftquellen und es wird geprüft, ob die Zugang zu diesen Quellen frei und ungehindert möglich ist. Durch Rituale und andere Interventionen werden die sichtbar werdende Blockaden bereinigt. Die Planeten können wieder als echte Ressourcen wahrgenommen werden. Zusätzlich zu den Planeten als Ressourcen können bestimmte auf das Anliegen bezogene System-Teile gestellt werden wie Personen, Themen, Körperteile, Ideen usw.

Die Planetenkreis-Aufstellung wird im Rahmen von Seminaren und Aufstellungsabenden angeboten.

Lebensziel-Aufstellungen

Die Lebensziel-Aufstellungen wurden von mir auf der Grundlage des IC/MC-Modells der Entwicklungsorientierten Astrologie (EOA®) zusammen mit Brigitte Hamann entwickelt. Bei dieser Aufstellungsform werden stellvertretend für das Horoskopganze das Imum Coeli und Medium Coeli gestellt oder symbolisiert. Zwischen diesen beiden Polen spannt sich die gesamte Kraft des Horoskops auf. In dieses Kraftfeld werden nun System-Teile des Anliegens des Klienten gestellt. Zumeist folgt die Aufstellung nach einem Vorgespräch auf der Grundlage des Klienten-Horoskops, sodass die Aufstellung ganz auf die individuelle Situation des Klienten abgestimmt werden kann. Diese Aufstellung kann sehr umfangreich und komplex werden und wird daher nur in Seminaren angeboten.

Die nächsten Termine für astrosystemische Aufstellungen

Sie finden die nächsten Gelegenheiten, astrosystemische Aufstellungen kennen zu lernen, hier: Astrosystemische Aufstellungen – Termine

 

Kommentare sind geschlossen.